Leonie Rettig, Klavier

 

 

Pianistisch ganz oben

»Ein gestalterisches Wunder … Schon die ersten Töne der Lisztschen h-Moll Sonate ließen aufhorchen. Leonie Rettig schlug den Beginn eines langen Klavierromans auf. … Im Nachklang zum vergangenen Liszt-Jahr gelang Leonie Rettig ein so überwältigendes Meisterstück, dass der Beifall erst Sekunden später einsetzte.«

(Hannoversche Allgemeine Zeitung, 28.2.2013)

Romantische Seelenmusik mit Leonie Rettig

»Mit kontemplativ verinnerlichtem und zugleich hoch konzentriertem Engagement spielte, nein, zelebrierte Leonie Rettig Schuberts Klaviersonate B-Dur und Brahms’ Klaviersonate f-Moll. Tatsächlich hatte sie mit ihrem luziden Spiel eine Stimmung geschaffen, als ob die materiellen und zeitlichen Grenzen aufgehoben und ge- radezu transzendent wären.« 

(Südwestpresse, 16.02.2016)

Leonie Rettig ist eine herausragende Pianistin, die zweifellos zu den interessantesten Nachwuchskünstlern dieser Tage gehört. In ihr vereinen sich Technik, Intelligenz und eine ungeheure Musikalität auf das Allerfeinste. Die fünfundzwanzigjährige Pianistin dringt tief in die Materie ein, leuchtet komplexe Strukturen aus und ist eine wundervolle Poetin, die sich seit frühester Jugend intensiv und mit großer musikalischer Reife und Ausdruckskraft mit den Meilensteinen der Klavierliteratur auseinandersetzt.

Konzerteinladungen führten die junge Pianistin zu wichtigen Festivals wie dem Schleswig- Holstein Musik Festival und dem MiTo Festival in Mailand und Turin, außerdem zum Oberstdorfer Musiksommer, dem Leipziger Klaviersommer und dem Internationalen Kammermusikfestival Viana do Castelo; weitere Klavierabende gab sie u.a. in der Accademia Tedesca Villa Massimo in Rom, in Portugal, Südafrika, der Ukraine, der Schweiz und Argentinien. Vom Publikum und der Presse begeistert gefeiert wurde sie für ein fulminantes Rezital im ausverkauften kleinen Sendesaal des NDR im Rahmen der Pro:Musica Konzerte in Hannover; das Konzert wurde vom NDR aufgezeichnet. Im vergangenen Jahr organisierte sie ein Benefizkonzert zugunsten der UNICEF, das sie mit der Schauspielerin Katja Riemann im Kammermusiksaal der Philharmonie in Berlin gab.

Für ihr Debüt mit Orchester im Alter von vierzehn Jahren wählte sie das Klavierkonzert von Edvard Grieg. Mit zwölf Jahren erhielt Leonie Rettig einen zweiten Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb Nikolaï Rubinstein in Paris und im Jahr darauf einen ersten Bundespreis bei Jugend Musiziert. 2006 sorgte sie beim internationalen IBLA Grand Prize für Aufsehen und wurde gleich in mehreren Kategorien ausgezeichnet. Als jeweils jüngste Teilnehmerin sowohl im Jugendwettbewerb als auch im Pro wettbewerb ab 24 Jahren erhielt sie mehrere Preise und Sonderpreise, unter anderen den für besonderes musikalisches Talent und künstlerische Reife.

Bereits als Kind wusste Leonie Rettig genau, was sie wollte. In einem Interview, welches sie mit IDAGIO führte, beschreibt sie dies sehr eindrücklich: »Ich glaube nicht, dass ich jemals entschieden habe, Pianistin zu werden, außer vielleicht in dem Moment, als ich mich mit vier Jahren vor meiner Mutter aufbaute und ihr mit dem Brustton der Überzeugung erklärte, dass ich auch Pianistin werde. … Vielmehr begleitete mich immer diese innere Sicherheit, und ohne sie jemals zu hinterfragen, war es für mich vollkommen selbstverständlich, diesen Weg zu gehen.«

Mit fünfzehn Jahren wechselte Leonie Rettig an die Pianistenschmiede der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover zu Vladimir Krainev, einem der letzten Schüler von Heinrich Neuhaus. Bis zu Krainevs plötzlichem Tod studierte sie in der Klasse des großartigen Pianisten.

Klavierwerke von den Sonaten Domenico Scarlattis bis hin zur Klaviersonate von Henry Dutilleux sind Bestandteile ihres umfangreichen Repertoires, in dem Werke der Romantik einen Schwerpunkt bilden.

»She is an extraordinarily gifted pianist with the most beautiful combining of
a great depth in musical feeling with a fantastic technique – her pianistic possibilities are huge«

Vladimir Krainev, Pianist

www.leonierettig.de